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Voraussichtlich wieder ab Sep/Okt 2012
Wörtlich übersetzt bedeuten die einzelne Wörter:
Tai - sehr viel, gross in Quantität, gross im Aussmass
Ji - das Extrem, z.B. bedeutet "Bei Ji" der Nordpol (das nördliche Extrem)
Chuan - Faust
Das Wort Tai Ji ist ein Begriff aus der Taoistischen Philosophie und bedeutet 'der grosse Urpsrung'.
Es ist die Kraft, woraus die Welt entstanden ist. Es ist das Ereignis, das die Welt und damit Yin und Yang in Bewegung setzt. Vergleichbar mit dem Urknall. Eine Kernaussage dieser Philosophie ist, dass Yin und Yang Energien stets als Paar auftreten.
Entstehung der weichen Kampfkunst.
In der Welt der Gewalt herrschte früher immer das Gesetz des Stärkeren: Wer die grössere Muskelkraft hat oder schneller ist, gewinnt die Oberhand im Kampf. Der Taoist Zhang Sanfeng hat über dieses Problem philosophiert und eine Lösung gefunden.
Als Taoist ist er mit der Theorie des Tai Ji und der Dualität des Yin und Yang vertraut:
Wenn der Gegner mit der Yang Energie auf einem zukommt, dann muss es möglich sein, diese physische Energie durch den Einsatz der Yin
Energie zu neutralisieren. Man ist reaktiv, locker, indirekt, und weich.
So ist die 'Weiche Kampfkunst' entstanden, zu welcher die Stile Xinyi, Baqua, und auch Taiji zählen.
Es ist nicht die Muskelkraft, die entscheidend für die Effektivität der Techniken ist, sondern die internen Eigenschaften des Sportlers sind massgebend: Wissen über die Funktionsweise des menschichen Körpers, die Meridiane, der Energeieflusses(Qi); sowie das Zeitgefühl, die Lockerheit, das Bewusstsein über die Kraftverteilung, Konzentration, und Gedankenkraft.
Heutzutage wird Tai Ji Chuan weiterhin praktiziert, um eben diese innere Attribute zu trainieren. Dadurch möchte man auf kurze Sicht die psychologische Ruhe, Spass, und die Hormonie vom Geist und Körper erlangen.
Auf lange Sicht sollen die Übungen das Wohlbefinden steigern, und die Gesundheit und ein langes Leben fördern.
Kennzeichnend für die Übungen sind weiche, runde Bewegungen, bei denen die Kraft minimal eingesetzt werden soll. Außerdem sollen die Bewegungen gezielt, aber dennoch locker sein.
Anfänger stehen hier oft vor einer Herausforderung, weil sie sich zu Beginn zu sehr auf die Bewegungsfolge konzentrieren. Diese lassen sich aber durch wiederholen der Übungen und durch die Instruktionen des Lehrers meistern.
Am Ende des Kurses sind die Teilnehmer in der Lage sein, die Übungen selbst auszuführen, eigene Fehler und Verbesserungsmöglichkeiten zu entdecken.
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